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Kunst

hausmeister-heuser

• Vernissage am 09. November 2019 um 19:00 Uhr

Vernissage am 09. November 2019 um 19:00 Uhr

hausmeister-heuser (geboren als Joachim Heuser 1949 in Leverkusen), lebt seit 1970 in Lüneburg. Er studierte in Bonn, Kiel, Hamburg und zu guter Letzt auch in Lüneburg, wo er mit einem Diplom in Pädagogik abschloß. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Während die Kinder aufwuchsen, war er Hausmann, der  Brot und Brötchen backte, putzte, kochte, einkaufte, den Garten und die Wäsche mit versorgte. Es gab in seinem Leben noch andere Tätigkeiten. Doch alle lassen sich auf den gemeinsamen Nenner bringen, dass er zeit seines Lebens nichts aktiv mit Malerei in irgendeiner Form zu tun hatte. Vor ca. zweieinhalb Jahren begann er seine Bilder zu „generieren", ein "Maler" werden zu wollen. Für diese neue Rolle in seinem Leben gab er sich den hausmeister-heuser Namen. Der macht so schöne Signaturen: HmH. Sagt er.

Was ihn bemerkenswert macht, ist die Wahl seiner so garnicht bemerkenswerten  Werkzeuge. Er nennt sie Generatoren: ein normales smartphone, ein Touchpen, ein Laptop, ein Drucker und ein paar Filzstifte. Alltagsgeräte von heute. Und seine ernst gemeinte Weigerung, daran etwas zu ändern. So entstehen Bilder, die beides zugleich sind: Reproduktionen und Unikate. Sie existieren als Dateien, aber sie bekommen fast alle als Druck noch wieder ein besonderes Finish. Er hat dafür eine Formulierung gefunden, „significant additional content“ (SAC). Eine "bemerkbare Hinzufügung“. Er ist ein DIY-Typ, und das soll so bleiben. Spaß haben, einfach mal etwas auszuprobieren, ist sein Motto. Er mag keine Schubladen und die Schubladen mögen ihn auch nicht.

Die Ausstellung im Lüneburger Wasserturm ist die erste größere Schau für hausmeister-heuser. Sie zeigt viel von dem Spaß, von der Vielfalt seiner Zugänge zum Bild. Er hofft, dass auch die Besucher diesen Spaß, diesen Kick spüren, vielleicht sogar sich animiert fühlen, selbst einmal etwas zu versuchen, was er versucht hat. Auf dem Weg zur Arbeit, auf langen Bahnfahrten in den Urlaub oder um anderen ein freudiges Staunen zu entlocken. Dafür lässt er sich auch an der einen oder anderen Stelle mal in die Karten schauen oder einen Blick über die Schulter werfen. Er strebt nicht auf den kulturellen Olymp, sondern bleibt auf dem Boden, bei den Menschen. So wie bei seinem großen Projekt „Record Shop People“, mit dem für ihn alles begann.

Und dann gibt es noch seine Website hausmeister-heuser.de. Dort finden sich weitere Hinweise und Erläuterungen zur Person, zu seinen Arbeitsweisen, die wichtigste nennt er „Transformation“, und die eine oder andere kleine unterhaltsame Geschichte zu einigen Bildern, die man in dieser Ausstellung auch analog betrachten kann. Dazu noch mancher Schabernack, der zumindest zum Lächeln einlädt. „Kein Meistermaler und kein Malermeister“ ist seine Selbstbeschreibung. Einen kreativen Menschen könnte man ihn auf jeden Fall nennen.